Ukraine-Krieg im Newsblog | Ukraine: “An der Grenze zu Belarus wird eine Mauer gebaut”

Newsblog zum Ukraine-Krieg Ukraine baut Zaun an Grenze zu Belarus

Von t-online, dpa, afp, reutersAktualisiert am 11.11.2022 – 19:40 UhrLesedauer: 31 Min.Massenbeschuss bei Cherson: Aufnahmen zeigen, wie ukrainische Soldaten Gebiete zurückerobern. (Quelle: t-online)Tag 261 seit Kriegsbeginn: Präsident Selenskyj berichtet von zahlreichen Rückeroberungen. Eine strategisch wichtige Brücke bei Cherson ist eingestürzt. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

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Ukraine: “An der Grenze zu Belarus wird eine Mauer gebaut”

19.20 Uhr: Die Ukraine baut nach eigenen Angaben eine Betonwand und Sperranlagen entlang der mehr als 1.000 Kilometer langen Grenze zum russischen Verbündeten Belarus. “An der Grenze zu Belarus wird eine Mauer gebaut”, teilte Präsidialberater Kyrylo Timoschenko auf seinem Telegram-Kanal mit.In der Region Wolyn im äußersten Nordwesten der Ukraine sei ein erster Abschnitt auf drei Kilometern Länge fertiggestellt. Von Timoschenko veröffentlichte Fotos zeigen einen mit Stacheldraht bewehrten Wall. Auch in den Regionen Riwne und Tschytomyr werde gearbeitet, erklärte Timoschenko. Weitere Details nannte er nicht. “Das ist nicht alles, aber wir werden keine Einzelheiten veröffentlichen.”Bilder des ukrainischen Präsidialberaters sollen den Bau einer Mauer an der belarussischen Grenze zeigen. (Quelle: Telegram/Kyrylo Timoschenko)Die Regierung in Minsk hat mehrfach betont, sich nicht in den Krieg einmischen zu wollen. Sie erlaubt es Russland jedoch, seine Truppen auf belarussischem Territorium zu stationieren und von dort aus Angriffe auf das Nachbarland Ukraine zu verüben. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte vor einigen Wochen zudem die Aufstellung eines gemeinsamen Militärverbundes mit Russland angekündigt.

Selenskyj spricht von “historischem Tag” in Cherson

19 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Rückeroberung der Stadt Cherson als herausragendes Ereignis. “Heute ist ein historischer Tag. Wir sind dabei, Cherson wieder einzunehmen”, sagt er in einer Videoansprache. Die Streitkräfte des Landes stünden vor der Stadt, in der sich bereits Spezialeinheiten aufhielten.Noch sei die Stadt nicht komplett von der “Präsenz des Feindes” befreit, erklärte er. Ukrainische Spezialeinheiten seien aber bereits vor Ort. Die Bewohner von Cherson entfernten zudem selbstständig russische Symbole von Straßen und Gebäuden. Selenskyj veröffentlichte auch ein Video, das Autokorsos und Jubelchöre für die anrückenden ukrainischen Soldaten zeigen soll. “Die Menschen in Cherson haben gewartet. Sie haben die Ukraine nie aufgegeben”, sagte der Staatschef. “Genauso wird es in den Städten sein, die noch auf unsere Rückeroberung warten.”

Scholz telefoniert mit Selenskyj

17.52 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor dem G20-Gipfel mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dabei sei es um die militärische, politische und humanitäre Lage in der Ukraine gegangen, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag mit. Selenskyj habe den Kanzler auch über die jüngste Lageentwicklung in der Region Cherson informiert. Beide Politiker verurteilten zudem “den anhaltenden gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur in der Ukraine durch die russischen Streitkräfte und besprachen konkrete Maßnahmen zur Stärkung der ukrainischen Energieinfrastruktur”. Kanzler Scholz habe die fortwährende deutsche Unterstützung der Ukraine mit den gegenwärtigen Prioritäten in den Bereichen Energieinfrastruktur und Luftverteidigung bekräftigt.Wie Hebestreit weiter mitteilte, riefen Scholz und Selenskyj zur Verlängerung des Getreideabkommens unter Ägide der Vereinten Nationen über den 19. November hinaus auf, das dazu beiträgt, die globale Ernährungssituation zu verbessern. Beide vereinbarten demnach, in engem Kontakt zu bleiben. Wie Selensky bei Twitter schrieb, dankte er Scholz in dem Gespräch für die deutsche Unterstützung.

Russland meldet nach Abzug Beschuss auf Cherson

16.15 Uhr: Kurz nach dem Abzug der eigenen Truppen aus der ukrainischen Gebietshauptstadt Cherson und weiteren Orten hat Russland eigenen Angaben zufolge mit Angriffen auf die gerade erst aufgegebene Region begonnen. “Aktuell werden Truppen und Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte auf dem rechten Ufer des Flusses Dnipro beschossen”, teilte Russlands Verteidigungsministerium am Freitag mit.

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