Kinder fragen Baerbock nach Putin


Dennoch müsse jeder vernünftige Mensch nachvollziehen können, warum er das tue. Von sogenannten Querdenkern lasse er sich nicht von seinem Kurs abbringen: “Ich mache meine Arbeit und lasse mich von Querdenkern nicht einschüchtern. Es gibt eine Gruppe von Querdenkern, die ist gewaltbereit und die drohen mir und meiner Familie. Das geht gar nicht, das ist ganz furchtbar. Das ist ein Preis meiner Arbeit, das gefällt mir gar nicht.””Können Sie nachts schlafen?”, lautete die Frage eines Schülers — die sich eigentlich auf Drohungen gegenüber seiner Person bezog. “Die Drohungen machen mir keine Albträume, ich kann gut schlafen. Trotzdem ist es so, dass ich mir natürlich Sorgen mache über Dinge, die gemacht werden müssen.”Er sei vielleicht gestresst, aber keinesfalls schlaflos, meinte er. Beim Spiel “Freund oder Feind”, bei dem er politische Kollegen beziehungsweise Kontrahenten in eine der beiden Kategorien einordnen musste, kam nur eine Person auf die Feindesliste: AfD-Chefin Alice Weidel.

Olaf Scholz: Keine Angst vor einem Angriff Russlands

Zu guter Letzt stand für die Kinder ein Besuch im Kanzleramt bei Olaf Scholz auf dem Programm. Scholz empfing die Schüler in seinem Büro — und musste sich auch unangenehmen Fragen stellen, wie jener nach Altkanzler Gerhard Schröder und dessen Beziehungen nach Russland. “Gerhard Schröder arbeitet für russische Unternehmen und leider hat er sich auch die Ansichten zu eigen gemacht, die dort über den gegenwärtigen Konflikt existieren”, erklärt Scholz über seinen Parteikollegen.Über einen Parteiausschluss entscheide aber nicht er, sondern ein innerparteiliches Schiedsgericht. “Ich finde, dass das, was er macht, nicht in Ordnung ist. Ich habe ihm das auch schon oft gesagt”. Auch auf die Frage, ob ein Krieg zwischen Russland und der Nato zu einem Dritten Weltkrieg führen würde, ging Scholz ein. “Es muss alles von jenen, die Verantwortung tragen, getan werden, dass es nicht zu einem Krieg zwischen Russland und der Nato kommt.” Deswegen müsse die Nato so stark sein, “dass niemand auf den Gedanken kommt, das zu versuchen”.Bei einem Konflikt zwischen Russland und der Nato würde niemand gewinnen, so Scholz. Ob er Angst habe, dass Putin Deutschland angreift? “Nein. Wir sind erstens nicht alleine, sondern haben Freunde und Verbündete in der Europäischen Union und in der Nato. Gleichzeitig haben wir eine starke Bundeswehr, mit der wir in der Lage sind, uns selbst zu verteidigen.” Ob er sich selbst für einen guten Kanzler halte? “Ich bemühe mich und glaube, dass das so ist”, so Scholz — der am Ende der Sendung mit den Kindern Papierflieger vom Balkon des Kanzleramts fliegen ließ.

Leave a Comment